Informationsflut

Wir kennen es doch fast alle: es ist Sommer, aber da ist noch das leidige Thema Studium. Und Eis essen. Aber auch Studium. Und zu allem Übel noch ein Pflichtfach. Aber draußen scheint doch die Sonne…

So oder so ähnlich ging es den Wirtschaftsinformatikern vor ein paar Tagen. Gastvortrag. Von mir. Großartig! Trotz knapper Vorbereitungszeit (und dem sprichwörtlich kalten Wasser) habe ich mich tierisch auf diesen Moment gefreut. Mit dem Gedanken spielte ich schon länger, aber die Ausführung blieb bis jetzt leider auf der Strecke. Aber egal, denn nun war es endlich so weit.

Prinzipiell ist das alles kein Problem, aber die Vergangenheit holt einen schnell wieder auf den Boden der Tatsachen: größerer Seminarraum, aber mit Händen und Füßen zählbare Teilnehmer auf den hintersten Reihen. Viele davon vor sich hin dösend, ein paar zu spät und satte 2 mit offenen Augen und Ohren. Durch den ersten Teil zum Thema Kommunikation im Netzwerk ging es mit rasender Geschwindigkeit. Ich glaube der Teil war nach 30 Minuten durchgekaut. Vom Quelle-Senke-Prinzip bis zu OSI sowie TCP/IP alles dabei. Fragen gab es keine. Ein Student wies mich aber darauf hin: “Wir sind ihnen nicht böse, wenn sie eher fertig sind.” Positive Einstellung – freut mich sehr.

Der zweite Teil ging trotz oberflächlicherer Einarbeitung gut von der Hand. Dennoch ist das Reden über Nachrichtenaustausch im Netzwerk eher weniger spannend als es umzusetzen. Verständlich. Ich erinnere mich da gerne an mein Studium zurück, in dem mir der ein oder andere Professor etwas lieblos in seinem Thema vorkam. Vielleicht lag es ja doch nicht am Professor, sondern am Thema? Auf jeden Fall kann ich die alten Herren jetzt ein bisschen besser verstehen.

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